Nach dem Befall

Nach dem Silberfischchenbefall – richtig handeln!

Ein Silberfischchenbefall ist meist kein akutes Gesundheitsrisiko, aber ein deutliches Warnsignal für Feuchtigkeit, bauliche Schwachstellen oder hygienische Probleme. Mit der eigentlichen Bekämpfung ist es daher nicht getan – nach dem Befall beginnt die entscheidende Phase: Monitoring & Nachsorge.

Nur durch konsequente Kontrolle und Prävention lässt sich verhindern, dass Silberfischchen erneut auftreten.

1. Monitoring einleiten

Um sicherzustellen, dass keine Silberfischchen mehr aktiv sind, sollte unmittelbar nach der Bekämpfung ein gezieltes Monitoring erfolgen:

  • Klebefallen in sensiblen Bereichen auslegen: Badezimmer, Küche, Keller, Waschräume, Abstellräume sowie entlang von Sockelleisten und in der Nähe von Abflüssen.

  • Regelmäßig kontrollieren (z. B. wöchentlich) und dokumentieren, ob neue Fänge auftreten.

  • Positionen variieren, um unterschiedliche Laufwege und Verstecke zu überwachen.

Monitoring ist besonders wichtig, da Silberfischchen nachtaktiv und oft lange unbemerkt bleiben.

2. Hygiene konsequent sichern

Silberfischchen ernähren sich von Stärke, Zucker, Papier, Hautschuppen und Klebstoffen. Sauberkeit ist daher ein zentraler Bestandteil der Nachsorge:

  • Lebensmittel und Vorräte sicher lagern (verschlossene Behälter, keine offenen Verpackungen).

  • Krümel, Staub und organische Rückstände regelmäßig entfernen, insbesondere in Ecken und unter Möbeln.

  • Papier, Kartons und Bücher trocken lagern.

  • Regelmäßige Reinigung von Bad und Küche, auch in schwer zugänglichen Bereichen.

3. Feuchtigkeits- und Zugangsmöglichkeiten reduzieren

Feuchtigkeit ist der wichtigste Faktor für das Überleben von Silberfischchen:

  • Ritzen, Fugen und Spalten abdichten, besonders an Wänden, Böden und Sockelleisten.

  • Abflüsse und Rohrleitungen prüfen und regelmäßig reinigen.

  • Luftfeuchtigkeit senken durch regelmäßiges Lüften oder den Einsatz von Luftentfeuchtern.

  • Türen und Fenster abdichten, insbesondere im Keller- und Erdgeschossbereich.

Ohne ausreichende Feuchtigkeit verlieren Silberfischchen dauerhaft ihre Lebensgrundlage.

4. Langfristige Kontrolle sicherstellen

Auch wenn keine Silberfischchen mehr sichtbar sind, ist eine Nachsorge über mehrere Wochen bis Monate entscheidend:

  • Klebefallen regelmäßig erneuern.

  • Monitoring-Ergebnisse dokumentieren, insbesondere in sensiblen Bereichen wie Hotels oder Mehrfamilienhäusern.

  • Schnell reagieren, falls erneut Tiere festgestellt werden.

  • Bei wiederkehrendem Befall Fachbetrieb kontaktieren, um Ursachen professionell abzuklären.

Fazit

Die Bekämpfung von Silberfischchen ist nur der erste Schritt.

Monitoring, Hygiene, Feuchtigkeitskontrolle und Prävention sind entscheidend, damit der Befall nicht zurückkehrt.

Wer nach der Bekämpfung konsequent nachsorgt, beseitigt nicht nur die Tiere selbst, sondern auch deren Lebensgrundlage – für einen dauerhaft silberfischchenfreien Wohn- oder Arbeitsbereich.

 

 

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